Steuerliche Forschungsförderung nutzen - bis zu 1 Mio. EURO pro Unternehmen möglich

Shutterstock

Die „Bescheinigungsstelle Forschungszulage“ hat ihre Arbeit aufgenommen.

Ab sofort können sich Unternehmen bestätigen lassen, dass es sich bei einem Vorhaben um förderfähige Forschung und Entwicklung handelt.

Zum 01.01.2020 ist das Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (FZulG; BGBl I S. 2763) in Kraft getreten. Das Gesetz ermöglicht die steuerliche Begünstigung von Forschungsausgaben von in Deutschland steuerpflichtigen Unternehmen – unabhängig von Größe, Rechtsform und Branche – und soll Anreize setzen, in Forschung und Entwicklung (FuE) zu investieren. Ziel ist es, den Investitionsstandort Deutschland zu stärken und die Forschungsaktivitäten insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen anzuregen.

Das Antragsverfahren für die Gewährung der Forschungszulage ist zweistufig. Es unterteilt sich in die Beantragung der FuE-Bescheinigung bei der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) und den sich anschließenden Antrag auf Forschungszulage beim jeweils zuständigen Finanzamt.

Gefördert werden zum einen die Personalkosten, d.h. das in Deutschland lohnsteuerpflichtige Gehalt zuzüglich der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung derjenigen Personen, die in geförderten FuE-Vorhaben tätig sind. Dabei können auch anteilige Personalkosten berücksichtigt werden, wenn der Mitarbeiter auch nicht förderbaren Tätigkeiten nachgeht.

Zum anderen wird auch die Auftragsforschung gefördert. Der Fördersatz ist mit 25 % hoch genug angesetzt, um eine Wirkung zu erzielen. Mit der Einführung zum 1. Januar 2020 gilt: Die Bemessungsgrundlage ist auf 2 Mio. EUR begrenzt. Somit können maximal 500.000 EUR Förderung erreicht werden. Dies gilt bei verbundenen Unternehmen für den gesamten Unternehmensverbund. Mit dem Konjunkturpaket der Bundesregierung wurde der maximale Förderbetrag auf 1 Mio. EUR verdoppelt.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter

https://www.bescheinigung-forschungszulage.de

VDMA-Mitglieder können zusätzliche Einzelheiten und Unterlagen einsehen in diesem weiterführenden VDMA-Artikel.

Für weitere Informationen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an

Dr. Jörg Mutschler, VDMA, Landesverband Nord und AG Marine Equipment and Systems
Tel.: +49 40 507 207-15, E-Mail: joerg.mutschler@vdma.org