Neuigkeiten Forschungsprojekt Lackschichtdickenmessung

shutterstock

Bei dem Offset-Druckvorgang ist die Bestimmung der verbrauchten Lackmengen und die Ermittlung der erzielten Schichtdicken bislang nicht systematisch untersucht.

Die Motivation für das Projekt liegt im Erzeugen von Prozesssicherheit und in der Absicherung von Qualitätseigenschaften, die von der Schichtdicke abhängen, wie z. B. die Barriereeigenschaften, die Oberflächeneigenschaften und optische Effekte.

Im Rahmen einer Vorstudie zeigte sich, dass unter anderem das Messprinzip der Interferometrie am Erfolgversprechendsten ist, um eine Inline-Schichtdickenbestimmung bei Offset- und Flexodruckmaschinen zu ermöglichen.

Aufbauend auf der Vorstudie wurde ein Forschungsprojekt am Fraunhofer IPA in Stuttgart und am Fraunhofer IPT in Aachen gestartet. Das Ziel: Schichtdicken oder Auftragsmengen von transparenten Lacken auf dem Druckbogen inline oder zeitnah nach Probebogenentnahme mit Hilfe der optischen Kohärenztomographie (OCT) zu ermitteln.

Druckmaterialien (Lacke und Papiersubstrate) wurden in der Zwischenzeit durch Mitglieder des projektbegleitenden Ausschusses bereitgestellt und es fanden Druckversuche bei den Projektpartnern manroland sheetfed GmbH und IST Metz GmbH statt.

Oberflächenanalyse und Charakterisierung (REM, Mikroskopische Auswertung) der lackierten Druckproben wurden am Fraunhofer IPA begonnen und beim Fraunhofer IPT fanden erste Simulationen für die Auslegung des OCT-Setups statt.

Weitere Beschichtungsversuche für die Herstellung von Druckproben mit höherer Schichtdickenvariabilität sind geplant sowie eine Fortsetzung der Charakterisierung der lackierten Druckproben hinsichtlich Oberflächentopographie und Grenzflächenausbildung.

Am Fraunhofer IPT arbeitet man parallel am Aufbau des neuen OCT-Messsystems mit der vom projektbegleitenden Ausschuss geforderten Auflösung von 0,1 μm.

Das nächste Treffen des projektbegleitenden Ausschusses wird im Oktober 2020 in Stuttgart stattfinden.