Weniger Platin bei der PEM-Brennstoffzelle

JRF e.V.

Um die Umstellung der Energieversorgung auf klimafreundliche Energieträger erfolgreich meistern zu können, sind Lösungen notwendig, die die Energieversorgung sicherstellen, sich aber gleichzeitig auch an der Nachfrage orientieren. Brennstoffzellen als effiziente Wandler für die Strom- und Wärmeerzeugung gelten dabei als unerlässlich.

Mit Blick auf die Effizienz, die Leistung und die Kosten ist eine der Schlüsselkomponenten der Polymerelektrolyt-Brennstoffzelle – kurz PEM – die Katalysatorschicht der Kathode. Die Reduzierung des Platingehaltes ist eine der wesentlichen Herausforderungen für den wirtschaftlichen Erfolg der Brennstoffzellentechnologie. Wissenschaftler der Technischen Universität Chemnitz und des Zentrums für BrennstoffzellenTechnik GmbH werden daher in  einem IGF-Projekt untersuchen, wie die Komponenten Platin, Ionomer und Kohlenstoff gemäß den Anforderungen der Zelle optimal verteilt werden können, um eine „ideal“ gestaltete Katalysatorschicht zu erreichen. Dazu soll die Inkjettechnologie verwendet werden, die im Gegensatz zu konventionellen Druckverfahren keine preisintensiven Druckformen benötigt. Das BMWi fördert das IGF-Projekt über die AiF mit 443.000 Euro.

Das IGF-Vorhaben wird vom AiF-Mitglied Forschungsgesellschaft Druckmaschinen e.V. (FGD) im Rahmen der AiF-Forschungsallianz Energiewende koordiniert. Die FGD hat zum Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche durch vorwettbewerbliche Gemeinschaftsforschung zu erhalten und zu steigern. Hier bietet die Kooperation mit Hochschulen und Forschungsinstitutionen vielfältige Möglichkeiten, die unternehmensinternen Aktivitäten durch angewandte Forschung zu ergänzen. Mitglieder sind Herstellerfirmen von Maschinen, Geräten und technischem Zubehör für die Druckindustrie.