Maschinenbau – Motor der Industrie

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Der Maschinenbau und die Produktionstechnik sind dynamische Industriezweige mit einem hohen Innovationsgrad. Als Querschnittsbranche und Technologieführer auf vielen Gebieten integrieren sie neueste Erkenntnisse in Anlagen und Produkte. Sie versorgen nahezu alle Wirtschaftszweige mit den notwendigen Produktionstechnologien und agieren dabei als Treiber für Innovationen.

Der Maschinen- und Anlagenbau leistet einen großen Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz seiner Kunden und des Industriestandortes Nordrhein-Westfalen insgesamt. Er ist Impulsgeber und gleichzeitig „Enabler“ für viele andere Industriezweige. Das Thema Digitalisierung der Anwenderbranchen treibt er maßgeblich voran. Die Unternehmen der Branche sind so ein entscheidender Wegbereiter für stetigen Fortschritt – gerade auch bei gesellschaftlichen Fragestellungen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Schonung und effizienten Nutzung von Ressourcen und Energie, dem Klimaschutz sowie auf Ernährung und einer umweltverträglichen Mobilität.

Mit mehr als 200.000 Beschäftigten in rund 1.600 Unternehmen ist der Maschinenbau in Nordrhein-Westfalen größter industrieller Arbeitgeber im Land und hat 2019 einen Umsatz von 44,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die typische Mittelstandsstruktur der Branche steht für eine Kultur der Selbstständigkeit und ist Sinnbild des eigenverantwortlichen, freien und kreativen Unternehmertums am Standort Deutschland. Zirka 70 Prozent der nordrhein-westfälischen Unternehmen beschäftigen weniger als 100 Mitarbeiter, 90 Prozent weniger als 250 Mitarbeiter.

In Nordrhein-Westfalen sitzen große Industrieunternehmen von Weltrang ebenso wie Dutzende kleinerer „Hidden Champions“, die in ihren Geschäftsfeldern führend sind.

NRW-Maschinenbau setzt weltweit Standards

Jede fünfte deutsche Maschine wird in Nordrhein-Westfalen produziert, wobei die Antriebstechnik und Armaturen zu den Fachzweigen mit den größten Produktionswerten gehören. Besonders stark ist der Anteil Nordrhein-Westfalens an der deutschen Produktion von Hütten- und Walzwerkseinrichtungen, Gießereimaschinen, Holzbearbeitungsmaschinen und Armaturen.

Die weltweite Führungsposition, beispielweise in der Antriebstechnik gepaart mit der langjährigen Erfahrung und dem Erfindergeist, machen Nordrhein-Westfalen attraktiv für neue Ansiedlungen und Investitionen im Maschinenbau. Nicht nur deutsche Unternehmen wählen Nordrhein-Westfalen als innovatives Bundesland zum Standort Nr. 1, um weltweit zu operieren. Auch zahlreiche internationale Unternehmen, insbesondere aus Japan und China, investieren in Nordrhein-Westfalen, um die Stärken und Qualitäten des Standortes zu nutzen.

Exportbranche Maschinenbau

Maschinenbau nach wie vor erfolgreich auf den Weltmärkten unterwegs. Jede fünfte deutsche Maschine wird in Nordrhein-Westfalen produziert und der Maschinenbau ist die exportintensivste Branche Nordrhein-Westfalens. Rund 70 Prozent der hier produzierten Maschinen und Anlagen gehen in den Export. 2019 exportierten die Unternehmen Maschinen und Anlagen im Wert von 31 Milliarden Euro und lagen damit knapp unter dem Wert von 2018 (31,3 Milliarden Euro).

Traditionell stehen beim Export die Lieferungen auf den europäischen Markt mit über der Hälfte der gesamten Maschinenexporte aus Nordrhein-Westfalen an erster Stelle; dahinter die Regionen Asien mit über 26 Prozent und Amerika mit 16 Prozent.

Der wichtigste Absatzmarkt des nordrhein-westfälischen Maschinenbaus war 2019 wieder der chinesische Markt. Die Exporte dorthin haben im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zugenommen. Ausfuhren in die Vereinigten Staaten haben im letzten Jahr um 10,7 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zugelegt. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Frankreich mit 1,7 Milliarden Euro (+5,4 Prozent), Italien mit 1,3 (+4,2 Prozent) und die Niederlande ebenfalls mit 1,3 Milliarden Euro (+4,2 Prozent) und das Vereinigte Königreich mit 1,24 Milliarden Euro (+4 Prozent).