Hartverchromung mit Chromtrioxid – Zulassung

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Immer noch keine Entscheidung zu Sammelanträgen von CTAC und VECCO – aktualisierte FAQs vom CTAC

Über die Sammelanträge der Konsortien CTAC und VECCO zu Chrom VI in der funktionellen Hartverchromung und der dekorativen Hartverchromung wurde immer noch nicht entschieden. Die Europäische Kommission musste wegen der kontroversen Debatten und der Komplexität der Anwendungsfälle die Entscheidung immer weiter hinter das Sunset Date, den 21.09.2017 vertagen. Das Konsortium CTAC rechnet sogar mit einer Verschiebung der finalen Entscheidung bis Frühjahr 2019.

In der Zwischenzeit sind für Chromtrioxid insgesamt 27 einzelne firmenspezifische Zulassungsanträge gestellt, aber nur über 22 entschieden worden (Statistik der europäischen Chemikalienagentur ECHA).

Ein aktualisiertes FAQ-Papier des CTAC-Konsortiums finden Sie hier.

Weiterhin läuft seit März dieses Jahres ein Europäisches Vollzugsprojekt zur Einhaltung der Zulassungspflichten für Chrom VI. Die Europäische Chemikalienagentur ECHA wird hierzu ab 2019 ein Pilotprojekt starten.

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Abkürzungen

CTAC - Chromium Trioxide Authorization Consortium - europäische Konsortium, dem bedeutende Zulieferer für Spezialchemikalien in der Oberflächentechnik angehören (u.a. Lanxess, Enthone)

ECHA - European Chemicals Agency - Europäische Chemikalienagentur

Die Hapoc GmbH & Co. KG ist ein Start-up-Unternehmen, das den Antrag stellvertretend für das VECCO-Konsortium eingereicht hat. Hapoc GmbH agiert in dem Antrag als „Formulierer“ und vorgeschalteter Lieferant der Oberflächenbeschichter. Die VECCO e.V. (Verein zur Wahrung von Einsatz und Nutzung von Chromtrioxid und anderen Chemikalien in der Oberflächentechnik e.V.) ist eine Vereinigung von Beschichtungsunternehmen, die den aktuellen Antrag mitfinanziert und Daten zur Risikobeurteilung (Arbeitsplatzexpositionen) zur Verfügung gestellt haben. Da nur Unternehmen in der Wertschöpfungskette Anträge einreichen können, wurde der Antrag über die Hapoc GmbH & Co. KG eingereicht.